Reparaturen und Revisionen von Motoren und Gelenkw

50 Jahre Rermo AG

Reparaturen und Revisionen von Motoren und Gelenkwellen

Das Spezialunternehmen seiner Branche, die Remo AG in der Lustmühle, feiert sein 50-jähriges Bestehen.

Wenn der Motor abstürzt, muss nicht das ganze Auto ersetzt werden: Verbrennungsmotoren können repariert und revidiert werden. Spezialisiert auf solche Arbeiten ist die Firma Remo AG in der Lustmühle. Die Inhaber Franz und Ruedi Frei und die Belegschaft feiern diesen Frühling ihr 50-Jahr-Jubiläum.

Als Zylinderschleifwerk für Verbrennungsmotoren (Diesel und Benziner) gründete Max Münch aus Niederteufen im Jahre 1951 die Remo AG. 1959 wurde das Betriebsgebäude durch einen Brand zerstört und durch einen Neubau, die heutige Remo AG in der Lustmühle, ersetzt. 1970 erfuhr der Betrieb eine Erweiterung durch eine Abteilung für Gelenkwellen, Aufmetallisieren und Hydraulik sowie für das Schweissen verschiedener Werkstoffe. 1990 übernahmen die heutigen Inhaber Franz und Ruedi Frei zusammen mit dem Steiner Garagisten Fritz Leirer (VR-Präsident) den Betrieb, den sie im Laufe der Jahre kontinuierlich erneuerten und auf den heutigen modernen Standard ausbauten.
Heute beschäftigt die Remo AG acht Mitarbeiter. Franz Frei wirkt als Geschäftsführer und Leiter der Abteilungen Gelenkwellen sowie Hydraulik und Aufmetallisierung. Sein Bruder Ruedi Frei, Teufen, leitet die Motorenabteilung; zugute kommt ihm sein hohes Fachwissen über Verbrennungsmotoren, deren grosse Palette stets durch neue Produkte erweitert wird. „Dass die Remo AG in ihrem Jubiläumsjahr so gut dasteht, ist dem guten Teamgeist zu verdanken, der in unserem Betrieb herrscht", freut sich der in Speicher lebende Franz Frei. Der gelernte Maschinenmechaniker ist bereis seit 30 Jahren im Betrieb tätig.
Die Remo AG revidiert Verbrennungsmotoren von Lastwagen, Autos und Traktoren, aber auch von Motorrädern und Rasenmähern. Im Zentrum stehe das Nachschleifen oder Ersetzen von Zylinderkopf-Ventilen, erklärt uns Franz Frei. „Garagen oder Privatpersonen aus der ganzen Schweiz, aus Österreich und Deutschland bringen uns den ausgebauten Motor oder zerlegte Teile (z.B. ein Zylinderkopf), die wir wieder auf Vordermann trimmen". Es ist naheliegend, dass reparierte oder revidierte Motoren(-teile) viel preiswerter sind als neue Ersatzteile.
Franz und Ruedi Frei führen uns durch den neuzeitlich konzipierten Betrieb und erläutern die einzelnen Abteilungen und Arbeitsabläufe:
Motorenabteilung: Hier werden komplette Motoren oder Teile davon repariert oder revidiert. Zylinderköpfe werden zuerst in der modernen Ultraschallreinigungsanlage von Verbrennungsrückständen und sonstigem Schmutz befreit. Dann werden die Ventile geschliffen oder durch neue ersetzt.
Motorblöcke: Nach der Demontage und Reinigung werden je nach Bedürfnis neue Kolben eingepasst, Kurbelwellen neu geschliffen, mit neuen Lagern versehen und wieder zusammen geführt.
Ältere Motoren: Zylinderköpfe werden bei der Remo AG so umgebaut, dass der
Kunde mit seinem Auto nachher mit bleifreiem Benzin fahren kann. Spezialisiert ist der Betrieb auf Oldtimer Motoren jeder Art.
Gelenkwellen-Abteilung: Gelenkwellen (oder Kardanwellen) von Personenwagen, Lastwagen oder aus der Industrie werden repariert, neu angefertigt oder umgebaut. Auch für den Rennsport fertigt die Remo Spezialwellen an. Bei Lastwagen, die vom Fahrzeugbauer verlängert oder sonst umgebaut werden, wird die Kardanwelle den neuen Gegebenheiten angepasst. Die Palette der Gelenkwelle ist riesengross. Die Remo hat mehrere hundert verschiedene Ersatzteile am Lager.
Weitere Spezialgebiete der Remo AG ist das Revidieren von Hydrauliken, das Aufmetallisieren und Auswuchten. Für das Schweissen - bei Reparaturen verschiedener Werkstoffe oder auch bei der Neuanfertigung von Einbauteilen - stehen der Remo AG modernste Schweissmaschinen zur Verfügung.
„Bei all den Arbeiten, die die Remo AG tätigt, ist der Umweltschutzanteil sehr gross", erklärt Franz Frei. So werden nicht alle alten Teile weggeworfen und nur neue Teile eingebaut - alles, was wieder repariert werden kann, wird repariert. „Durch solche Reparaturen werden Arbeitsplätze geschaffen, die nicht von Robotern, sondern von Menschen belegt werden", sagt Franz Frei.